Religionsfreiheit schützen – radikalen Islamismus bekämpfen

Religionsfreiheit ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Sie schützt den Glauben – ebenso wie das Recht, keinen zu haben – und verpflichtet den Staat zu Neutralität. Gerade deshalb darf sie nicht als Schutzschild für Extremisten missbraucht werden.

Die zentrale Unterscheidung wird zu oft verwischt: Der Islam ist eine Weltreligion, Islamismus eine politische Ideologie. Letzterer stellt religiöse Normen über demokratische Gesetze und richtet sich damit gegen Freiheit, Gleichberechtigung und Volkssouveränität.

Die Grenze ist klar: Wo religiöse Überzeugungen politisch absolut gesetzt werden und für alle gelten sollen, wird Religion zum Machtinstrument. Hier muss der Staat konsequent eingreifen. Fundamentalistische Strömungen, die demokratische Prinzipien relativieren, fördern die Radikalisierung – wer das aus falscher Toleranz ignoriert, handelt fahrlässig.

Gleichzeitig ist pauschale Verdächtigung falsch. Zwar gibt es weltweit nur wenige mehrheitlich muslimisch geprägte Staaten nach westlichem Demokratieverständnis, doch das ist kein Urteil über einzelne Gläubige. Auch in Europa leben viele Muslime im Einklang mit demokratischen Werten. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen politischen Systemen und individuellen Überzeugungen.

Darum: Religionsfreiheit schützen – radikalen Islamismus bekämpfen

Eine wehrhafte Demokratie braucht Klarheit: keine Relativierung von Extremismus – aber auch keine Diffamierung von Religion. Wo religiöse Dogmen über dem Gesetz stehen sollen, endet Religionsfreiheit und beginnt Extremismus.

Fazit: Religionsfreiheit ist kein Freibrief für politische Ideologien. Wer sie schützen will, muss sie gegen Missbrauch und Extremismus verteidigen – klar, konsequent und ohne Naivität.


Autoren: Marcel Kanz, Dr. Herbert Münch / 21-03-2026

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